Content Marketing: Das Rad neu
erfunden?

Content Marketing ist keine neue Erfindung des Internets, der SEOs oder der sozialen Plattformen. Da müssen wir jetzt einfach mal ehrlich sein. Es wird zwar immer wieder geschrieben, das Neueste aus der Welt des SEO sei das Content Marketing – in Wirklichkeit wird es allerdings schon seit Jahren praktiziert, vor allem im B2B-Bereich. Social Media Marketing bietet ausreichend Plattformen, um Content zu verbreiten und Inhalte darzustellen.
Allerdings schleichen sich online einige Verhaltensweisen ein, die offline absolut undenkbar wären. Was kann man also von seinen Offline-Aktivitäten lernen?

Es gibt Verhaltensweisen im World Wide Web, die uns „offline“ recht befremdlich vorkommen. Allerdings sind die Reaktionen im „normalen“ Leben, beispielsweise am Gesichtsausdruck unseres Gesprächspartners, direkt erkennbar. Online ist solch eine Reaktion natürlich schwierig: Schweigen kann eine Antwort sein, wird aber nicht zwingend als Reaktion interpretiert.
Sollten wir also unsere Online-Aktivitäten unserem Offline-Verhalten anpassen? Wenn ja, wie geht das? Diese fünf Punkte könnten dabei helfen.

1.    Freunde sind nicht käuflich

Echte Freunde sind nicht käuflich und echte Freundschaft ist durch kein Geld der Welt oder die tollsten Geschenke aufzuwiegen.
Genauso verhält es sich mit Followern und Fans: Wer sich nur für eine Seite begeistern lässt, ihr folgt oder sie teilt, weil es etwas umsonst gibt oder etwas verschenkt wird, der wird erstens schnell wieder weg sein und zweitens ist das Interesse an den Inhalten und den geposteten Beiträgen nicht sonderlich groß.
Deshalb: Social Media Marketing besteht also nicht nur aus Posten, sondern zusätzlich auch aus Zuhören und Interagieren.

2.    Kein Spam

Posts sind wichtig und ein essentieller Faktor dafür, dass Social Media Marketing funktioniert. Doch das Teilen von Informationen kann auch schnell nach hinten losgehen und nerven; nämlich dann, wenn sie eigentlich keinen richtigen Inhalt haben. Auch das Teilen von fremden Inhalten kann auf Dauer als Spam eingestuft werden, wenn die Beiträge schon mehrfach geteilt worden sind.
Deshalb: Nur Posten, wenn Sie wirklich was zu sagen haben. Recherchieren sie sorgfältig nach neuen Informationen und Themen und posten Sie nicht nur, damit Sie einen Post gesetzt haben. Inhalte können beispielweise Beiträge zu gehaltenen Seminaren, Vorträgen oder Fachbeiträgen sein.

3.    Keine Beleidigungen

Wer denkt bei manchen Inhalten oder Gesprächen nicht das ein oder andere Mal: „Oh Mann, was ist das denn für ein Mist.“ Nur würden wir das in den seltensten Fällen unserem Gegenüber sagen. Was besagt ein Sprichwort so treffend: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Das Problem ist allerdings, dass viele diese Verhaltensregel in der Onlinewelt schnell vergessen haben. Dabei verleiht das geschriebene Wort der Beleidigung eine Bedeutung, die eine beiläufige Bemerkung im Gespräch nie erreichen würde.
Wer diesen Kommentar dann als Außenstehender betrachtet, schließt wahrscheinlich daraus, dass es dem Autoren an schlechtem Benehmen mangelt. Kein Charakterzug, den man gerne mit sich in Verbindung gebracht bekommt.
Deshalb: Wenn Sie mit dem Autoren eines Beitrags anderer Meinung sind, dann versuchen Sie es so sachlich wie möglich und freundlich auszudrücken. Konstruktive Kritik ist oftmals sehr hilfreich – ganz im Gegensatz zu destruktiver Kritik. Lassen Sie also die Finger davon.

4.    Gute Kommunikation besteht aus Interagieren

Unterhalten Sie sich gerne mit jemandem, der nur über sich erzählt? Nein? Genauso verhält es sich auch im Internet: Die richtige Mischung aus Zuhören, also Lesen, und Reden, also Schreiben und Erzählen, macht es. Ziel einer Social Media Marketing Strategie sollte es auch sein, eine Verbindung zu Ihren Followern und Fans aufzubauen. Wenn Sie einen Monolog führen, werden sich andere abwenden und das Gespräch ist schneller beendet, als es Ihnen lieb ist.
Deshalb: Die perfekte Mischung besteht aus Zuhören, Interagieren und Reden.

5.    Fehler können jedem passieren

Social Media Marketing hat viel mit Zuhören, Beobachten, Lernen und Anpassen zu tun. Sie müssen herausfinden, was gut funktioniert und was nicht. Daraus können Sie für die Zukunft lernen und Ihre Strategie anpassen. Resignieren Sie nicht, wenn mal ein Beitrag nicht den gewünschten Erfolg nach sich zieht. Bleiben Sie weiter dran und versuchen Sie, aus gemachten Fehlern zu lernen und diese in der Zukunft zu vermeiden.
Deshalb: Für Social Media und Content Marketing gibt es keinen Baukasten. Lieber einen Fehler mehr, als gar keine Aktionen. Denn wie heißt es so schön: Aus Fehlern lernt man – Das gilt auch für Content Marketing.

Fazit: Mit Content Marketing erfolgreich sein, ist gar nicht so schwer. In den sozialen Medien können wir viele Vorteile aus Offline-Verhaltensweisen für unseren Online-Auftritt ziehen. Wenn Sie also mal nicht wissen, wie Sie strategisch vorgehen sollen, fragen Sie sich, wie Sie sich im normalen Leben verhalten würden.
Und: Machen Sie auch mal Fehler, denn daraus lernen Sie.


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