Social Media Trends 2014

Facebook, Google+, Twitter, LinkedIn, Pinterest, Vine, Instagram: Nur eine kleine Aufzählung der sozialen Netzwerke, die mittlerweile im World Wide Web herumkursieren. Da noch den Überblick zu behalten, was wichtig ist und auf was es ankommt, ist gar nicht so leicht.
Pünktlich zum letzten Viertel des Jahres 2013 veröffentlichte Forbes Ende September die Social Media Marketing Trends, die ihrer Ansicht nach 2014 eintreten werden. Diese Trends möchte ich nun aufgreifen und meine eigenen Gedanken mit einbringen.

1.    Investitionen in Social Media sind kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit

Forbes sieht die Notwendigkeit der Investitionen in Social Media Aktivitäten spätestens in 2014. Die Möglichkeiten, die Facebook und Co. bieten, sind enorm und die eigenen Beiträge – wenn sie relevant und informativ sind – erzielen eine große Reichweite. Der Kundenstamm wird erweitert und die Kunden können sich über ein Produkt informieren. Zudem steigt durch einen Social Media Auftritt das Vertrauen der User in das Unternehmen.
Wer auf lange Sicht im Netz erfolgreich sein will, muss Social Media Marketing betreiben. Die Vorteile:

  • steigendes Kundenvertrauen und Loyalität zum Unternehmen
  • direkter Kontakt mit bestehenden und potenziellen Kunden
  • Verbessertes Markenbewusstsein
  • Imagebildung und –profilierung des Unternehmens
  • Verbesserung der sozialen Signale
  • Verbesserung der Reichweite und des Einflusses

2.    Google+ wird wichtiger

Die Meinungen zu Google+ und dessen Auswirkungen auf Social Media gehen sehr weit auseinander. Die einen Stimmen sagen, dass Google+ keinerlei Relevanz hat, andere wiederum sind der Ansicht, dass Googles Netzwerk einen wichtigen Rankingfaktor darstellt und bei der Social Media Strategie keinesfalls außer Acht gelassen werden sollte. Die Trends zeigen deutlich: Google+ wird Facebook überholen. Es liegt momentan mit 343 Millionen monatlichen Usern noch hinter Facebook (1,15 Milliarden monatliche Nutzer), doch wenn man den Prognosen glauben schenken möchte, führt Google+ 2016 die sozialen Plattformen an.

Google+ ist nicht einfach nur ein weiteres soziales Netzwerk. Aber warum eigentlich?

Twitter stellt Informationen kurz und knapp dar, auf Facebook kann man sich mit Freunden verbinden. Und durch was hebt sich das soziale Netzwerk des Suchmaschinengiganten ab? Auf Google+ findet man zu den unterschiedlichsten Themen wie Sport, Politik, Marketing und Musik tolle Gespräche und interessante Nutzer, die mit den eigenen Beiträgen interagieren und sehr gerne kommentieren. Dadurch erzielt man viel Interaktion und eine enorme Reichweite und die Reputation des eigenen Unternehmens steigt.
Zudem ist Google+ in viele Google-Dienste mit eingebunden: YouTube, Google Mail, als vorinstallierte App auf den Android-Smartphones, etc.

Die Links, die in Beiträgen platziert wurden, sind „dofollow“-Links und werden umgehend indexiert. Ein weiteres wichtiges Feature ist Google Authorship, was jetzt schon ein Rankingfaktor in den SERPs zu sein scheint und es in 2014 noch stärker sein könnte.
Auch die Verknüpfung von Unternehmensprofilen mit der lokalen Suche bei Google ist ein wichtiger Faktor, der in Zukunft noch wichtiger werden wird.
Sehen Sie Google+ nicht als virtuelle Geisterstadt. Sehen Sie es als Chance und als Potential, um Ihre Bekanntheit noch weiter zu steigern. Verbinden Sie Ihren Blog mit Ihrem Google+ Account und bauen Sie das Authorship mit ein. Erstellen Sie eine Unternehmensseite und verknüpfen Sie diese mit Google Places. Lassen Sie aber Ihre anderen Kanäle nicht außer Acht.

3.    Bildernetzwerke werden sehr erfolgreich

Der Trend im Jahr 2013 zeigte deutlich, dass mehr Bilder und Videos geteilt wurden, als textbasierte Inhalte. Multimediale Inhalte kommen bei vielen Usern auch deutlich besser an, werden lieber geteilt, kommentiert und geliked. Das war auch ein großes Thema bei der diesjährigen SMX in München und machte den Online Marketern klar, wie sie ihre Social Media Content Marketing Anstrengungen anpassen sollten und durch das Teilen von multimedialen Inhalten signifikante Erfolge erzielen können.
Die Plattform Pinterest wird auch in Zukunft ein Netzwerk bleiben, was eher die Damenwelt anspricht und ein Teil der Marketing Strategie eines Unternehmens sein sollte. Auch Instragram, Tumblr und Slideahre werden laut Forbes weiter wachsen.
Meiner Meinung nach sind die Netzwerke Pinterest und Instagram gerade auch in Deutschland zwei wichtige Plattformen für die Verbreitung von Bildern. Die Nutzerzahlen steigen stetig weiter und werden es auch in Zukunft tun.

4.    Foursquare wird stark abbauen

In der Analyse von Forbes schneidet Foursquare am schlechtesten ab. Die Zukunft für das soziale Netzwerk sieht nicht rosig aus, da andere Netzwerke wie Facebook, Instagram und Twitter, die deutlich mehr User verzeichnen, Ortungsdienste anbieten, gegen die Foursquare nicht konkurrieren kann. In Deutschland ist Foursquare meines Erachtens noch nicht ganz angekommen (mit gerade mal 500.000 Nutzern), wodurch die Relevanz dieses Netzwerks in Deutschland sehr gering ist und es durch die angebotenen Dienste bekannterer Netzwerke eher stagnieren wird.

5.    Totgeglaubter wird zurück ins Leben gerufen – MySpace

Die einen lieben es, die anderen hassen es: die Rede ist von MySpace.
Das ehemals größte soziale Netzwerk hat in der Vergangenheit Höhen und Tiefen erlebt. Doch in letzter Zeit sind die Nutzerzahlen extrem zurückgegangen. Dem wollte MySpace ein Ende setzen: durch eine Neugestaltung der Seite. Im Januar startete die Public Beta Phase, die Mitte Juni offiziell beendet wurde und somit in die finale Version übergegangen ist. Das Design ist übersichtlich, nutzerfreundlich und einfach zu bedienen – fast wie eine Mischung aus Pinterest und Windows 8. Ein großer und wichtiger Schritt, den MySpace da gemacht hat, um mit anderen sozialen Netzwerken mithalten zu können.
Zusätzlich bietet MySpace eine iPhone App an, was in der heutigen Zeit und bei der großen Anzahl der mobilen Nutzer enorm wichtig ist.
Meine Prognose: Gut gemacht, MySpace, Hut ab. Überzeugendes und gutes Design. Ich lehne mich jetzt mal weit aus dem Fenster und behaupte: MySpace könnte Facebook Konkurrenz machen. Denn es bietet dieselben Funktionen wie Facebook plus dem Feature „Musik“ und minus den (meist) lästigen Spielen. Selbstverständlich sind die Nutzerzahlen von Facebook deutlich höher als die von MySpace. Aber wer weiß, was das neue Design bringt. Ich bin sehr gespannt.

Es kann also in Flop werden, es kann aber auch enorm einschlagen. Forbes ist der Meinung, dass das Netzwerk wachsen wird, allerdings mit weniger großen Schritten als bei Facebook und Google+. Die Weichen für ein erfolgreiches Jahr 2014 sind jedenfalls gestellt.

Überlegen Sie also, ob Sie MySpace in Ihre Strategie mit aufnehmen sollten. Haben Sie etwas mit Musik zu tun? Dann auf jeden Fall. Entspricht es Ihrer Zielgruppe? Melden Sie sich an und setzen Sie sich mit den neuen Funktionen auseinander.

Fazit

Man muss ganz klar sagen, dass das Prognosen sind, die anhand der momentanen und vergangenen Zahlen getroffen wurden. Wichtig ist aber eine Social Media Strategie für jedes Unternehmen, sei es auch noch so klein. Wer auf Dauer erfolgreich und konkurrenzfähig bleiben will, muss sich auf den sozialen Plattformen präsentieren und dort aktiv sein. Das wird laut Forbes spätestens 2014 erkannt.

Meiner Meinung nach ist die Notwendigkeit bereits schon in diesem Jahr erkennbar. Die Auswirkungen und Einwirkungen von Social Media sind enorm und nicht zu unterschätzen. Wer noch keine Social Media Strategie hat, sollte sich schleunigst damit befassen und einen ausgefeilten Plan erstellen.
Google+ wird immer bedeutender – sowohl für das Vertrauen in einen Brand als auch für das Ranking in den SERPs. Auch MySpace ist nicht zu unterschätzen.
Was im Endeffekt in der Welt des Social Media Marketing wirklich passiert, wird das Jahr 2014 zeigen.


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