Viral und sonst?

Heute sind zwei große Viralkampagnen durchs Netz gerauscht. Als erstes der „Supergeil“-Film von Edeka.

 

Ich verstehe ihn leider nicht und finde ihn sterbenslangweilig. Er erinnert mich an die hilflos-hippen Bewerbungsrap-Videos diverser Banken.

Meine Kollegen meinen ich bin zu alt und zu borniert. Mag sein.

Die Frage, die ich mir stelle ist: Was war das Briefing? Viele Klicks in einer jungen Zielgruppe? Dann passt der Clip perfekt auf die Generation Joko & Klaas. Ziel erreicht. Aber kann das echt alles sein? Wer kann sich im Marketing hinstellen und eine solche Investition durchboxen ohne einen ROI abzubilden? Werden durch den Clip die Markenwerte transportiert? In den ersten 2.30 Minuten (länger habe ich es nicht durchgehalten) nicht. Gibt es einen Call to Action? Hab keinen gesehen.

Edeka inszeniert sich sonst als qualitativ hochwertiges Lebensmittelgeschäft. Sicher sind die sonstigen Spots ein wenig schräg aber genau so, dass sie im Gedächtnis bleiben und frisch wirken. Aus meiner Sicht perfekt. Der Viral-Spot transportiert das nicht. Wie gesagt – ich verstehe ihn nicht.

Ebenfalls heute ist mir ein anderer Spot in die Hände gefallen und ich glaube nicht, dass er viel mehr Geld gekostet hat. Gleichzeitig adressiert er ein aktuelles Thema, hat eine Botschaft, bringt sie sympathisch rüber und wird so garantiert wesentlich öfter geteilt.

So stelle ich mir das vor:

 


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